Herbstsynode 22. bis 25. November 2010

Faire Berichterstattung über verfolgte Christen

Menschenrechte sind für uns unteilbar. Deshalb danken wir Presse und Rundfunk für eine aufmerksame Berichterstattung bei einer Verletzung der Menschenrechte. Wenn Christen leiden und ermordet werden, ist dies ebenfalls eine Frage der Menschenrechte, aber auch eine Herausfor-derung für die Kirche, bei der wir unsere Stimme erheben. Leitend ist für uns 1. Korinther 12,26: "Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit." So bitten wir Rundfunk und Presse, sich dieses Themas weiter anzunehmen, um entrechteten Menschen eine Stimme zu geben, auch damit Politiker reagieren können.
  • Wir bitten die Presse, auf präzise Unterscheidungen zu achten. Es darf nicht sein, dass unter dem Stichwort Fundamentalismus islamistische Selbstmordattentäter mit christlichen Missionaren, die im Dienste der Nächstenliebe anderen helfen, in Eins gesetzt werden.


  • Wir bitten den Oberkirchenrat, die Gemeinden schnell von Menschenrechtsverletzungen und Christenverfolgung zu informieren, damit in Gottesdiensten Fürbitte geleistet werden kann.


  • Wir bitten alle Delegierten der Landeskirche in Rundfunk- und Medienbeiräten, konstruktiv mitzuarbeiten und Journalisten sachgemäß über kirchliche Zusammenhänge zu informieren und zu beraten.


  • Wir bitten die Missionswerke und freien Werke, konstruktiv und offen mit Medien zusammenzuarbeiten, auch offen zu sein für kritische Anfragen.


Mehrheitlicher Beschluß der Württembergischen Evangelischen Landessynode am 24.11.2010