Landessynode, Bild: Amt für Information/Eidenmüller

Bericht aus der Landessynode

Herbsttagung vom 22.-25.11.2010

Sparpaket beschlossen –
Weichen sind bis 2019 gestellt

Auf der Herbsttagung stimmte die Synode mehrheitlich den Sparvorschlägen der Arbeitsgruppe "Zukunft" zu. Ebenfalls beschlossen wurde die Sanierung des Hauses Birkach. In einer aktuellen Stunde setzten sich die Synodalen kritisch mit Fragen der PID sowie der Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken auseinander.

Der Schatz der Kirche – das Evangelium und die Menschen

Landesbischof July erinnerte in seinem Bericht daran, dass der wahre Schatz der Kirche nicht in ihren Finanzen liegt. Für die Lebendige Gemeinde bedankte sich Steffen Kern dafür, dass July in seinem Vortrag den Gottesdienst als das "Herz der Kirche" benannte und die Arbeit der Ehrenamtlichen ausdrücklich würdigte. Kern unterstützte den Vorschlag des Landesbischofs von landeskirchlichen Mitarbeitertagen und empfahl einen Kongresstag zum Jahr des Gottesdienstes 2012.

Sparpaket und Haushalt beschlossen – schmerzhafte, aber notwenige Einschnitte

Seit der Sommersynode hat sich die AG Zukunft mit den konkreten Sparvorschlägen befasst und Gespräche mit den betroffenen Einrichtungen geführt. Die Umsetzung erfolgt zum Teil bis 2019. Die AG Zukunft setzt sich aus Mitgliedern des Oberkirchenrats und sämtlicher Gesprächskreise zusammen. Die Mitglieder der AG Zukunft betonten, dass keiner der Vorschläge leichtfertig oder übereilt formuliert wurde. Die größten Einsparungen wurden im Bereich der Akademie Bad Boll und beim Pfarrdienst vorgenommen. Bad Boll wird auch nach den Kürzungen noch die größte und am besten ausgestattete evangelische Akademie in Deutschland sein.

Im Bereich des Pfarrdienstes ist es nach intensiven Beratungen gelungen, einen übermäßigen Abbau von Gemeindepfarrstellen zu vermeiden. Da wir im Moment mehr Personen als Planstellen haben, sollen über eine Vorruhestandsregelung 100 bewegliche Pfarrstellen abgebaut werden. Weitere 79 Pfarrstellen werden bis zum Jahr 2018 durch normale Pensionierungen wegfallen, dies entspricht dem angenommenen Rückgang der Kirchenmitglieder, so dass die Anzahl der Gemeindeglieder pro Pfarrer nicht erhöht werden muss.

Die Synode stimmte notgedrungen der Sanierung des Studienzentrums in Birkach für voraussichtlich über 16 Mio. Euro zu. Die Alternative hätte nur darin bestanden, das inzwischen denkmalgeschützte Gebäude aufgrund der Baufälligkeit demnächst schließen zu müssen und dann leer stehen zu lassen.

Das ungeborene Leben schützen – Schöpfung bewahren

In der aktuellen Stunde setzten sich die Synodalen engagiert mit den Themen Präimplantationsdiagnostik (PID) und Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke auseinander. Viele Gesprächsbeiträge schlossen sich dem Aufruf des Diakonischen Werkes Württemberg an, das Verbot der PID beizubehalten. Im Blick auf die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke empfahl Stefan Hermann, der Politik weniger Ratschläge zu erteilen als vielmehr kritische Fragen zu stellen.

Faire Berichterstattung über verfolgte Christen gefordert

Mit der Mehrheit der Lebendigen Gemeinde und Unterstützung aus sämtlichen Gesprächskreisen konnte ein Aufruf verabschiedet werden.

Weiteres in Stichworten:
Dieter Abrell/Rainer Holweger

Beraten und Beschlossen Wenn Sie weitere Informationen wünschen, verweisen wir auf die vom Amt für Information zu jeder Tagung herausgegebene Schrift "beraten und beschlossen", die Sie als PDF-Version auf den Seiten der Landeskirche finden.


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