Landessynode, Bild: Amt für Information/Eidenmüller

Bericht aus der Landessynode

Sommertagung vom 7. bis 9. Juli 2005

„Wir wollen Familien stärken.“

Abschied von Bischof Gerhard Maier – Pfarrplan 2011 auf dem Weg

„Wir wollen Familien stärken.“ Diesen Entschluss fasste die Landessynode bei ihrer Schwerpunkttagung zum Thema „Zukunftsmodell Familie.“ Die Familie ist kein Auslaufmodell. „Familie ist die grundlegende Form menschlichen Zusammenlebens, in der Menschen von Beginn bis zum Ende ihres Lebens Heimat und Raum zum Leben finden.“ Nach einer kontroversen Debatte über verschiedene Lebensformen hielt die Synode fest: „Die verschiedenen Familienformen, die uns heute real begegnen, finden in der biblischen Sicht von Ehe und Familie eine lebensdienliche Orientierung.“ So heißt es in einer von neun verabschiedeten Thesen.

Für die Lebendige Gemeinde hielt Tabea Dölker (Holzgerlingen) fest: „Familie ist kein Problemfeld, sondern ein ganz großes Glück.“ Die Basis für ein gelingendes Familienleben sei eine stabile Partnerschaft; daher sei die Ehe besonders geschützt. Landeskirche und Gemeinden müssen verstärkt die Zielgruppe Familie in den Blick nehmen. Kirchliche Kindergärten sollen behalten und verstärkt in den Gemeindeaufbau eingebunden werden. „Der Name unserer Landeskirche soll untrennbar mit Familienfreundlichkeit verbunden sein“, so Dölker.


Letzter Bischofsbericht von Gerhard Maier

Landesbischof Maier hielt seinen letzten Bischofsbericht. Darin machte er deutlich, dass unsere Kirche mehr und mehr zu einer wachsenden Kirche werden müsse: „Gefragt ist vor allem unser missionarisches Bewusstsein und unsere missionarische Liebe.“ Die Gemeinden rief er auf: „Halten Sie an den Kindergärten so lange wie möglich fest!“

Für die Lebendige Gemeinde würdigte Dekan Emil Haag (Blaufelden) den Dienst des scheidenden Bischofs. Gerhard Maier habe die reformatorische Erkenntnis, dass Kirchenleitung durch das Wort geschehe, in die Tat umgesetzt. Als Lebendige Gemeinde sind wir sehr dankbar für den segensreichen Dienst von Dr. Gerhard Maier.


„Pfarrplan 2011“: 70 Pfarrstellen weniger – Pfarrermangel droht

Bis zum Jahr 2011 soll die Zahl der Pfarrstellen um 70 reduziert werden. Das sieht der Pfarrlan 2011 vor. Der „PfarrPlan“ ist der Versuch, die Zahl der Pfarrstellen in unserer Landeskirche den sinkenden Zahlen von Gemeindegliedern und Kirchensteuern anzupassen.

Von der Verringerung sind besonders die größeren Kirchenbezirke betroffen. Bewusst wurde bei der Berechnung der überwiegend ländliche Charakter unserer Kirche berücksichtigt.

Dennoch besteht mittelfristig ein großer Bedarf an nachwachsenden Pfarrerinnen und Pfarrern. Wer jetzt mit dem Theologiestudium beginnt, hat eine gute Chance, dann auch angestellt zu werden – sofern sich die finanziellen Rahmenbedingungen nicht wesentlich ändern. Den Sonderausschuss Pfarrplan leitet Pfarrer Heinz-Werner Neudorfer (Weil im Schönbuch).
Steffen Kern


Bericht: Steffen Kern, Walddorfhäslach

Beraten und Beschlossen Wenn Sie weitere Informationen wünschen, verweisen wir auf die vom Amt für Information zu jeder Tagung herausgegebene Schrift "beraten und beschlossen", die Sie als PDF-Version auf den Seiten der Landeskirche finden.


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